Naturreunde Göggingen e.V.

Unsere HütteÜber UnsProgrammImpressum

 

 

        Verkehr

 

Startseite

 
SITUATION

Jede moderne Industriegesellschaft ist in ihrer derzeitigen Organisationsform auf Mobilität, auf Verkehr aufgebaut. Die räumliche Trennung von Wohn-, Arbeits- und Erholungsstätten und der Bau von Einkaufszentren an der Peripherie der

Umweltleitlinien

die Industriegesellschaft
fordert mehr Mobilität

Siedlungsgebiete ohne Anschluss an den ÖPNV schreitet voran. Es ist immer mehr Verkehr erforderlich, um die verschiedenen Stätten miteinander zu verbinden. Diese Siedlungsentwicklung wurde erst durch die modernen Verkehrsmittel Eisenbahn und vor allem Automobil möglich.

Klima

Luft

durch Verkehr werden
Gebiete unbewohnbar

Gleichzeitig werden durch den ständig zunehmenden Verkehr bestimmte Gebiete in Städten, aber auch in kleineren Gemeinden aufgrund von Lärm und  Abgasen unbewohnbar. Dies hat zur Folge, dass die betroffenen Einwohner in ruhigere, gesündere Regionen ziehen und damit wieder mehr Verkehr produzieren, um ihre Bedürfnisse nach Arbeit und Freizeit zu erfüllen. Mit dieser Entwicklung wurde eine sich immer schneller drehende Spirale in Gang gesetzt.

Wasser

Verkehr

Naturschutz

Hauptverkehrsmittel
Auto und Flugzeug

Was im kleinräumigen Bereich unserer Umgebung gilt, lässt sich auf Europa und auf die ganze Erde übertragen. Reisendenbeziehungen bestehen inzwischen europa- und weltweit, sei es aus geschäftlichen Gründen oder zur Erholung. Verkehrsmittel ist auch hier vornehmlich das Auto und stark zunehmend das Flugzeug. Der Bahnverkehr spielt bei europäischen Verbindungen nur eine untergeordnete Rolle.

Ernährung

Gentechnik

moderne Arbeits-
teilung führt zu
Güterverkehrszuwachs

Unsere moderne Arbeitsteilung führt zu europa- und weltweiten Güterströmen mit sprunghaften Wachstumsraten im Güterverkehrsaufkommen. Dieser Verkehrszuwachs wird nur zu einem geringen Teil durch vergleichsweise umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Eisenbahn oder Schiff abgedeckt. Der Großteil der Transportstrecken wird per LKW und Flugzeug zurückgelegt.

Abfall

Energie

Landschaftsverbrauch

Der Landschaftsverbrauch durch zubetonierte Verkehrswege nimmt weiter zu. Durch Verkehrswege unzerschnittene Landschaftsflächen werden immer kleiner, mit allen negativen Folgen für Fauna und Flora.

 

Verkehrsabgase sind
Hauptursache für
Klimaveränderungen

Die Luftverschmutzung durch Verkehrsabgase ist eine der Hauptursachen für die Klimaveränderungen durch Treibhausgase. Viele Gebiete nahe an Verkehrsachsen und Flughäfen sind durch Verlärmung auf Dauer gesundheitsschädlich und damit praktisch unbewohnbar.

ZIELE UND FORDERUNGEN DER NATURFREUNDE

Die derzeitige Verkehrsentwicklung kann aus ökologischen und sozialen Gründen nicht weiter akzeptiert werden.

Verkehr reduzieren

Grundmerkmal einer ökologisch-sozial verträglichen Verkehrspolitik ist, nicht dem Verkehr zum Wachstum zu verhelfen, sondern ihn zu reduzieren.

Stadt der kurzen Wege
alle Lebensbereiche
nah beieinander

In allen Bereichen der Flächenplanung, der Planung von Gewerbegebieten, Wohngebieten usw. ist darauf zu achten, dass möglichst wenig Verkehr entsteht. Leitbild ist die Stadt oder die Gemeinde der kurzen Wege. Wohnung, Arbeitsplatz, Versorgungsinfrastruktur (Läden und Handwerksbetriebe etc.), öffentliche Infrastruktur (Schulen, Kindergärten etc.) und Erholungsgebiete sollen nahe beieinander liegen und nicht nur durch Straßen sondern vor allem durch Fuß- und Radwege oder öffentliche Verkehrsverbindungen miteinander vernetzt sein.

alte Siedlungsgebiete
wieder bewohnbar
machen

Neuen Umgehungsstraßen darf nur noch zugestimmt werden, wenn dadurch alte Siedlungsgebiete wieder bewohnbarer werden. Damit sich der Verkehrsdurchsatz nicht erhöht, darf die Kapazität der neuen Straßen nicht höher als die der alten sein.

neue Parkplätze
einschränken

Neue Parkplätze sollen in Siedlungsgebieten, Gewerbegebieten und Einkaufsregionen nur sehr eingeschränkt (Behinderte, Lieferverkehr etc.) zugelassen werden. Kunden-, Bewohner- oder Mitarbeiterparkplätze sollten vermieden werden. Zusätzliche Parkplätze bedeuten zusätzlichen Verkehr.

Öffentliche Verkehrs-
mittel ausbauen -
Verkehrswege des
Individualverkehrs
rückbauen

Bestehender, Umwelt belastender Verkehr muss auf weniger umweltschädliche Verkehrsarten verlagert werden. Mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs muss ein Rückbau der Verkehrswege des Individualverkehrs einhergehen. Parallelinvestitionen in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Individualverkehrs sind volkswirtschaftlicher Unsinn und damit Verschwendung von Steuergeldern.

Radfahren und zu
Fuß gehen attraktiver
machen

Im Nahbereich sollen die Verkehrswege so umgestaltet werden, dass Radfahren und zu Fuß gehen wieder attraktiver wird. Der Verkehr auf Straßen für den Nahbereich muss verlangsamt werden, um Kurzstrecken mit dem Auto unattraktiv zu machen.

Verkehr im Nahbereich
verlangsamen

Die Höchstgeschwindigkeit des Verkehrs muss reduziert werden. Ständig wechselnde Geschwindigkeiten führen zu mehr Lärm und Abgasen.

Ortschaften Tempo 30
Landstraßen Tempo 80
Autobahnen Tempo 100

Für den Individualverkehr muss in Orten Tempo 30 eingerichtet werden, auf Landstraßen sollte Tempo 80, auf Autobahnen Tempo 100 flächendeckend gelten. Die Kapazitäten der Straßen sollten in Ortschaften zugunsten des öffentlichen Verkehrs, der Radfahrer und der Fußgänger eingeschränkt werden. Ampelschaltungen müssen den öffentlichen Verkehr bevorzugen.

Verkehrsmittel
technisch verbessern

Alle Verkehrsmittel (Autos, Busse, LKW, Schienenverkehrsmittel) müssen technisch verbessert werden. Vor allem in Bezug auf Energieverbrauch und Abgasverhalten müssen die Verkehrsmittel auf dem umweltfreundlichsten Stand sein. Der Einsatz von umweltfreundlicheren Energien und Techniken bei Straßenfahrzeugen (Solarstrom bei Elektroautos, Hybridfahrzeuge im öffentlichen Verkehr in Ballungsräumen) muss begünstigt werden. Auch beim Schienenverkehr ist der Einsatz von umweltverträglicher Stromproduktion und der Ersatz technisch veralteter Fahrzeuge zu fördern.

Fahrpläne und Tarife
aufeinander abstimmen

Der Übergang zwischen den Verkehrsträgern muss organisatorisch dringend verbessert werden. Abgestimmte Fahrpläne und Tarife sind nicht nur in städtischen Regionen, sondern auch im ländlichen Raum zu fördern.

Kombination von
Verkehrsmitteln

Dabei darf die Abstimmung der Fahrpläne und Tarife nicht an Verbund- oder Kreisgrenzen enden. Die Aufteilung einer Reisestrecke auf einen ÖPV - Teil (Langstrecke) und einen Autoteil (Ländlicher Raum) wird nur sehr eingeschränkt bei Geschäftsreisen durch die Nutzung von Zug oder Flug und Mietwagen praktiziert.

Car - Sharing- und
Mobilitätskonzepte

Hier bestehen noch viele Möglichkeiten vor allem Initiativen, Genossenschaften oder Firmen zu unterstützen, die Car - Sharing - und Mobilitätskonzepte anbieten. Eine organisatorische Einbeziehung solcher Konzepte in ein Nahverkehrskonzept ist vor allem im ländlichen Raum dringend erforderlich.

WAS KÖNNEN DIE
NATURFREUNDE TUN?

Die Naturfreunde sind den Zielen des sanften Tourismus verpflichtet.
Dies bedeutet bei der Wahl des Verkehrsmittel grundsätzlich das umweltfreundlichste zu wählen. Auf individuelle Anreise sollte bei Gruppenfahrten zugunsten von Fahrgemeinschaften oder noch besser zugunsten von Zug- oder Busfahrten verzichtet werden.

Sanfter Tourismus

Die Naturfreunde unterstützen Bestrebungen, die eine Reduzierung des Individualverkehrs zum Ziel haben. Dies gilt vor allem für regionale Mobilitätskonzepte, für Mobilitätszentralen und Car -Sharing - Organisationen.

   
   
 

VisdP NaturFreunde LV Württemberg, Landesvorsitzender                         Copyright by webmaster@naturfreunde-goeggingen.de